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Jetzt Schluss mit fossilen Antrieben: Der Fahrplan für saubere, bezahlbare Mobilität für alle

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Die Klimakrise, steigende Energiepreise und zunehmende Abhängigkeiten von fossilen Importen zeigen: Unser Verkehrssystem braucht einen Kurswechsel. Sauber, bezahlbar, sicher und für alle erreichbar – so sieht die Mobilität der Zukunft aus. Die Grünen treiben diese Verkehrswende entschlossen voran. Ihr Ansatz verbindet klare politische Leitplanken – vom EU‑Ausstieg aus neuen Verbrennern bis 2035 – mit konkreten Investitionen in alltagstaugliche Alternativen: ein starkes Deutschlandticket, eine dichte Lade- und Radinfrastruktur, saubere E‑Busse und eine CO2‑basierte Lkw‑Maut, die fairere Preise im Güterverkehr schafft. Ergänzt wird das durch soziale Instrumente, die Mobilität in Stadt und Land bezahlbar machen, sowie durch einen offenen Blick auf Chancen für den Wirtschaftsstandort und neue gute Jobs.

Dieser Beitrag ordnet die wichtigsten Vorhaben ein, räumt mit Mythen rund um E‑Fuels im Pkw‑Bereich auf, erklärt, warum ein Tempolimit als schneller Hebel wirkt, und zeigt, wie Sie im Alltag unkompliziert umsteigen können.

Der politische Rahmen: EU‑Ausstieg 2035 als Rückenwind für Innovation

Die Entscheidung der EU, ab 2035 nur noch Neuwagen mit Null-Emissionen zuzulassen, beschleunigt die Transformation der Autoindustrie – und gibt Verbraucherinnen und Verbrauchern endlich Planungssicherheit. Die Grünen unterstützen diesen Kurs, weil er gleichzeitig Klima, Gesundheit und Wertschöpfung in Europa stärkt. Wichtig ist: Es geht um Neuzulassungen. Bestandsfahrzeuge bleiben nutzbar, der Markt für junge Gebrauchte wird wachsen, und Elektromobilität wird durch sinkende Betriebskosten zunehmend zur finanziell vernünftigen Wahl.

Deutschlands Rolle ist dabei zentral: Mit klugen Investitionen in Forschung, Batterierecycling, Halbleiter und Software, mit schneller Genehmigung sauberer Werke und mit fairen Bedingungen für Zulieferer kann das Land Leitmarkt und Leitanbieter bleiben. Die Botschaft ist klar: Wir gestalten die Zukunft, statt ihr hinterherzufahren.

Saubere Alternativen im Takt des Alltags: Deutschlandticket, Lade- und Radnetz, E‑Busse

Die Verkehrswende gelingt nur, wenn die bessere Wahl auch die bequemere ist. Drei Hebel stehen im Mittelpunkt:

  • Deutschlandticket stärken: Ein bundesweit gültiger, einfach nutzbarer Tarif senkt Hürden und Kosten. Die Grünen setzen auf stabile Finanzierung, Sozial- und Jugendtarife, dichte Takte und gute Anschlüsse – auch über Landesgrenzen hinweg.
  • Ladeinfrastruktur verdichten: Flächendeckend, zuverlässig, barrierefrei – an der Laterne, auf dem Land, an Autobahnen und in Quartieren. Schnelllader für die Langstrecke, intelligente Normallader für das Parken am Ziel – gespeist aus erneuerbaren Energien.
  • Rad- und Fußwegenetze schließen: Sichere Radschnellwege und breite, durchgängige Netze machen das Rad – auch als E‑Bike oder Lastenrad – zur schnellen, gesunden und günstigen Alternative. Verkehrsberuhigte Quartiere und sichere Kreuzungen schützen die Schwächsten.

Im ÖPNV treiben die Grünen den Umstieg auf emissionsfreie Busse voran. E‑Busse sind leise, lokal sauber und im Betrieb kostengünstig. Mit Förderprogrammen, Beschaffungsbündnissen und Lade-Depots werden sie zum neuen Standard – in Metropolen genauso wie in Mittelstädten und Landkreisen.

E‑Fuels im Pkw? Warum der Mythos nicht trägt

Synthetische Kraftstoffe aus grünem Strom haben ihren Platz – aber nicht im Massenmarkt für Pkw. Drei Gründe sind ausschlaggebend:

  1. Energieeffizienz: Vom Strom zur Fahrenergie im Rad sind E‑Fuels für Pkw vielfach ineffizienter als Batterieantriebe. Für die gleiche Strecke braucht es ein Mehrfaches an erneuerbarem Strom – Ressourcen, die wir für Industrie, Wärme, Schiene, Luft- und Schifffahrt dringend benötigen.
  2. Verfügbarkeit und Kosten: Selbst bei starkem Ausbau bleiben E‑Fuels knapp und teuer. Sie dort einzusetzen, wo es heute kaum Alternativen gibt (Langstreckenflug, Hochseeschifffahrt, Teile der Industrie), ist volkswirtschaftlich sinnvoller.
  3. Gesundheit und Städte: Auch mit E‑Fuels bleiben lokale Abgase problematisch. Reinelektrische Antriebe reduzieren Schadstoffe und Lärm in unseren Städten direkt.

Die Grünen setzen daher auf batterieelektrische Pkw und E‑Busse, auf die Bahn und den Radverkehr – und auf E‑Fuels dort, wo sie den größten Klimanutzen stiften.

Tempolimit: Sofort wirksam für Sicherheit, Klima und Kosten

Ein generelles Tempolimit auf Autobahnen wirkt unmittelbar:

  • Sicherheit: Geringere Differenzgeschwindigkeiten reduzieren schwere Unfälle und Staus.
  • Klima und Kosten: Weniger Luftwiderstand bedeutet weniger Energieverbrauch – das spart CO2 und bares Geld an der Zapfsäule bzw. an der Ladesäule.
  • Verkehrsfluss: Gleichmäßiger Verkehr nutzt die vorhandene Infrastruktur besser aus und verringert Stauzeiten.

Ein Tempolimit ist schnell umsetzbar, kostengünstig und sozial gerecht, weil alle profitieren – unabhängig vom Fahrzeugtyp. Es ist kein Allheilmittel, aber ein kluger, sofort wirksamer Hebel im Maßnahmenmix.

Soziale Gerechtigkeit: Günstige Mobilität für Stadt und Land

Mobilität ist Daseinsvorsorge. Die Grünen verbinden Klimaschutz mit sozialer Sicherheit – niemand soll abgehängt werden. Konkret heißt das:

  • On‑Demand‑ÖPNV: Flexible Rufbusse und Sammeltaxis schließen Lücken im ländlichen Raum und bieten verlässliche Anschlüsse an Bus und Bahn.
  • Bürgerbusse und Ehrenamt: Kommunen unterstützen lokale Initiativen, die Mobilität dort sichern, wo Linienverkehre allein nicht tragen.
  • Carsharing und Mitfahrplattformen: Stationen an Dorfplätzen, Bahnhöfen und Supermärkten geben Zugang zum Auto, ohne es besitzen zu müssen.
  • Barrierefreiheit und Sicherheit: Gut beleuchtete, barrierefreie Haltestellen, sichere Umsteigepunkte und kurze Wege erhöhen die Nutzbarkeit für alle Generationen.
  • Faire Tarife: Sozialtickets, Schüler- und Azubiangebote, Arbeitgeber‑Jobtickets – damit Mobilität bezahlbar bleibt.

Diese Bausteine bilden gemeinsam eine Mobilitätsgarantie: verlässlich, bezahlbar, klimafreundlich – in der Großstadt ebenso wie im ländlichen Raum.

Faire Preise im Güterverkehr: CO2‑basierte Lkw‑Maut

Der Güterverkehr ist Rückgrat der Wirtschaft – und zugleich eine große Emissionsquelle. Eine CO2‑basierte Lkw‑Maut setzt die richtigen Anreize:

  • Saubere Technik lohnt sich: Null- und Niedrigemissionsfahrzeuge werden im Betrieb günstiger, effiziente Logistik zahlt sich aus.
  • Verlagerung auf die Schiene: Einnahmen aus der Maut fließen in leistungsfähige Güterbahnen, Terminals und digitale Kapazitätssteigerungen.
  • Fairer Wettbewerb: Externe Kosten wie Lärm, Abgase und CO2 werden eingepreist – das stärkt regionale Lieferketten und innovative Citylogistik.

Die Grünen koppeln die Mautreform mit Förderungen für E‑Lkw, Oberleitungs- und Ladeinfrastruktur sowie mit Pilotkorridoren für schwere Nullemissionsverkehre.

Standortvorteile und Jobs: Wertschöpfung der Zukunft sichern

Die Verkehrswende ist ein Konjunktur- und Beschäftigungsprogramm. Überall entlang der Kette entstehen neue Jobs:

  • Fahrzeug- und Zulieferindustrie: E‑Antriebe, Leistungselektronik, Software, Leichtbau, Batterien und Recycling schaffen hochwertige Arbeitsplätze.
  • Öffentlicher Verkehr: Fahrzeugbau, Betrieb, Infrastrukturplanung, Bau und Wartung – vom E‑Bus-Depot bis zum Bahnwerk.
  • Energie und Netze: Erneuerbare Energien, Speichersysteme, Ladeinfrastruktur, intelligente Netze und Quartierslösungen.
  • Mittelstand und Handwerk: Umrüstungen, Ladepunkte im Bestand, Radweg- und Haltestellenbau, Sharing-Flotten, Logistikinnovation.

Mit Qualifizierung, Transformationsfonds und regionalen Clustern sorgen die Grünen dafür, dass Beschäftigte mitgenommen werden – und dass Wertschöpfung in Europa bleibt. Planungssicherheit durch klare Ziele (Null-Emissionen 2035, saubere Busse, Mautreform) ist dabei der Schlüssel.

Alltagstipps: So gelingt der Umstieg – Schritt für Schritt

Sie entscheiden täglich mit, wie schnell die Verkehrswende vorankommt. Praktische Schritte, die sofort wirken:

  • Prüfen Sie das Deutschlandticket (inklusive Sozial‑/Jobvarianten) – oft amortisiert es sich schon mit wenigen Fahrten im Monat.
  • Testen Sie Multimodalität: Kombinieren Sie Bahn, Rad, Carsharing und On‑Demand‑Angebote mit einer einzigen App.
  • Steigen Sie öfter aufs (E‑)Bike oder nutzen Sie Lastenrad‑Sharing für Einkäufe – schnell, günstig, gesund.
  • Wenn Sie ein Auto brauchen: Nutzen Sie Carsharing oder planen Sie beim nächsten Fahrzeugwechsel den Umstieg auf ein E‑Auto ein. Informieren Sie sich über Förderungen und Ladeoptionen am Wohnort.
  • Fahren Sie effizient: Vorausschauend fahren, richtige Reifen und Luftdruck, moderates Tempo – das spart Energie und Kosten.
  • Unternehmen und Teams: Stellen Sie auf Dienst‑E‑Bikes, Jobtickets und elektrische Poolfahrzeuge um, richten Sie Ladepunkte und sichere Fahrradabstellanlagen ein.
  • Planen Sie Lieferungen: Bündeln Sie Fahrten, nutzen Sie emissionsarme Zustellung und geben Sie bei Bestellungen klimafreundliche Optionen den Vorzug.
  • Reisen Sie klimafreundlich: Wählen Sie Bahn und Fernbus, wo möglich. Oft sind Sie entspannter und wettbewerbsfähig schnell am Ziel.

Jeder Schritt zählt – und wird mit besserer Luft, weniger Lärm und geringeren Kosten belohnt.

Klare Prioritäten: Klimaschädliche Subventionen umlenken, Angebote ausbauen

Damit saubere Mobilität für alle zur besten Option wird, müssen öffentliche Mittel zielgerichtet wirken. Die Grünen setzen auf Umschichtung:

  • Schluss mit klimaschädlichen Bevorzugungen im Verkehrssystem. Subventionen, die fossile Antriebe begünstigen, werden schrittweise abgebaut.
  • Investieren statt verschenken: Mittel fließen in den Ausbau von Bahn und ÖPNV (mehr Takt, mehr Personal, mehr Zuverlässigkeit), in sichere Rad- und Fußwege, in Ladeinfrastruktur und in On‑Demand‑Dienste im ländlichen Raum.
  • Kommunen stärken: Planungskapazitäten, digitale Tools und einfache Förderzugänge beschleunigen Projekte vor Ort.
  • Soziale Flankierung: Zielgenaue Unterstützung für Menschen mit geringem Einkommen stellt sicher, dass der Umstieg niemanden überfordert.

Das Ergebnis ist ein faires Preissignal: Wer sauber unterwegs ist, fährt günstiger. Und wer umsteigt, findet überall attraktive Angebote vor.


Die Richtung ist gesetzt: Raus aus fossilen Antrieben, rein in eine Mobilität, die unser Klima schützt, die Freiheit bewahrt und unseren Wohlstand sichert. Mit dem EU‑Ausstieg aus neuen Verbrennern, einem starken Deutschlandticket, dichter Lade- und Radinfrastruktur, sauberen Bussen, einer CO2‑basierten Lkw‑Maut und einem klaren Fokus auf soziale Gerechtigkeit liefern die Grünen den Fahrplan. Jetzt kommt es darauf an, diesen Kurs gemeinsam umzusetzen – pragmatisch, bezahlbar und für alle.

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