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70 Milliarden Euro für Fossile, 23 Milliarden für Erneuerbare – Wann hört dieser Wahnsinn auf?

Deutschland subventioniert die Klimakatastrophe – Warum fließen 70 Milliarden Euro in Fossile, während Erneuerbare kaum gefördert werden?

Deutschland hat sich ambitionierte Klimaziele gesetzt. Bis 2045 will das Land klimaneutral sein, der Kohleausstieg ist beschlossene Sache und erneuerbare Energien sollen die tragende Säule der Energieversorgung werden. Doch ein Blick auf die tatsächlichen finanziellen Ströme zeigt ein völlig anderes Bild. Während jährlich rund 70 Milliarden Euro in fossile Energieträger fließen, erhalten erneuerbare Energien gerade einmal ein Drittel dieser Summe.

Diese Zahlen machen deutlich: Die deutsche Politik sendet widersprüchliche Signale. Einerseits wird der Ausbau erneuerbarer Energien propagiert, andererseits wird weiterhin massiv in überholte und umweltschädliche Technologien investiert. Warum hält Deutschland an einem Energiemodell fest, das nicht nur die Klimakrise befeuert, sondern auch wirtschaftlich längst überholt ist?

1. 70 Milliarden für Fossile – eine staatliche Umverteilung in die Vergangenheit

Jahrzehntelang haben Kohle, Öl und Gas den Wohlstand der Industrienationen gesichert. Doch während erneuerbare Energien inzwischen die günstigere Alternative darstellen, werden fossile Energien weiterhin mit massiven Summen künstlich am Leben gehalten.

Ein Großteil der fossilen Subventionen fließt in folgende Bereiche:

  • Steuervergünstigungen für Diesel und Kerosin – Während Bahnkunden hohe Abgaben zahlen, ist der Flugverkehr weiterhin von der Energiesteuer befreit.
  • Industriestrom-Rabatte – Energiefressende Konzerne zahlen weniger für Strom als normale Haushalte.
  • Subventionen für fossile Kraftwerke – Auch Kohle- und Gaskraftwerke erhalten staatliche Unterstützung, um den “sozialverträglichen” Ausstieg zu finanzieren.

Währenddessen müssen sich erneuerbare Energien auf einem ungleichen Markt behaupten, in dem ihre Konkurrenz durch Milliardenförderungen künstlich verbilligt wird.

2. Wie viel erhält die Energiewende? Ein ernüchternder Vergleich

Erneuerbare Energien werden zwar ebenfalls staatlich gefördert, jedoch in deutlich geringerem Umfang. Laut aktuellen Zahlen erhalten Wind, Solar und Wasserkraft etwa 23 Milliarden Euro an Subventionen – also nicht einmal ein Drittel der Unterstützung, die fossile Energieträger erhalten.

Das ist ein eklatanter Widerspruch zu den klimapolitischen Zielen. Um das Pariser Abkommen einzuhalten und den Energiebedarf langfristig klimaneutral zu decken, müsste der Anteil erneuerbarer Energien drastisch steigen. Doch stattdessen wird ihr Ausbau durch bürokratische Hürden, langwierige Genehmigungsverfahren und restriktive Abstandsregelungen für Windkraftanlagen erschwert.

3. Fossile Energien sind nicht nur klimaschädlich – sie sind auch ein finanzielles Risiko

Die Subventionierung fossiler Energien wird oft mit der Sicherung von Arbeitsplätzen und dem Schutz der Wettbewerbsfähigkeit begründet. Doch diese Argumentation hält einem nüchternen wirtschaftlichen Vergleich nicht stand.

  • Fossile Brennstoffe werden immer teurer, da Rohstoffpreise und CO₂-Zertifikate steigen.
  • Die Klimakrise verursacht Milliardenkosten, von Hochwasserschutzmaßnahmen bis zu Ernteausfällen.
  • Der globale Trend geht eindeutig in Richtung erneuerbare Energien, was bedeutet, dass Unternehmen, die weiter auf fossile Energien setzen, in Zukunft nicht mehr konkurrenzfähig sein werden.

Die Förderung der fossilen Industrie ist daher nicht nur klimapolitisch fragwürdig, sondern auch ein wirtschaftliches Eigentor.

4. Wer profitiert von den fossilen Subventionen?

Die größten Nutznießer dieser milliardenschweren Unterstützung sind nicht etwa kleine und mittelständische Unternehmen oder die Verbraucher, sondern vor allem große Energiekonzerne und energieintensive Industrien.

  • Öl- und Gaskonzerne erhalten staatliche Erleichterungen für die Exploration und Förderung fossiler Brennstoffe.
  • Die Automobilindustrie profitiert durch Dieselprivilegien und steuerliche Vorteile für Dienstwagen.
  • Energieintensive Industrien wie die Chemie- und Stahlbranche erhalten Sondertarife für ihren Stromverbrauch.

Diese Unterstützung mag auf den ersten Blick der Wettbewerbsfähigkeit dienen, doch langfristig zementiert sie ein überholtes Energiesystem, das mit den Anforderungen der Zukunft nicht Schritt halten kann.

5. Warum werden fossile Energien weiter subventioniert?

Ein Hauptgrund ist die Macht der fossilen Lobby. Seit Jahrzehnten beeinflussen große Energiekonzerne politische Entscheidungen und verhindern tiefgreifende Reformen.Politische Abhängigkeit: Deutschland hat sich über Jahre hinweg ein fossiles Energiesystem aufgebaut, dessen Umstellung nicht von heute auf morgen geschehen kann.

  • Angst vor Protesten: Der Kohleausstieg zeigt, dass jeder Strukturwandel Widerstand hervorruft – viele Politiker scheuen daher mutige Entscheidungen.
  • Falsche Wirtschaftlichkeitsargumente: Fossile Energien gelten als “verlässlich”, während erneuerbare Energien weiterhin mit alten Vorurteilen belegt sind.

Doch diese Argumente halten den Fakten nicht stand – sie dienen lediglich der Aufrechterhaltung alter Strukturen.

6. Welche Folgen hat dieser Kurs?

Die Konsequenzen dieser falschen Prioritätensetzung sind gravierend:

  • Verzögerung der Energiewende: Deutschland könnte deutlich schneller aus fossilen Energien aussteigen, doch die milliardenschweren Subventionen bremsen den Wandel aus.
  • Höhere Kosten für die Gesellschaft: Die Klimakrise verursacht immer höhere Schäden, die ebenfalls von Steuergeldern bezahlt werden müssen.
  • Verlust der Innovationsführerschaft: Während andere Länder massiv in erneuerbare Energien investieren, verliert Deutschland an Boden in der globalen Energiezukunft.

7. Wie könnte das Geld sinnvoller eingesetzt werden?

Statt 70 Milliarden Euro für fossile Energien auszugeben, könnten diese Mittel genutzt werden, um:

  1. Erneuerbare Energien schneller auszubauen.
  2. Den öffentlichen Verkehr auszubauen und günstiger zu machen.
  3. Speichertechnologien zu entwickeln, um Energieversorgung stabiler zu machen.
  4. Förderprogramme für Haushalte zu schaffen, um den Umstieg auf klimafreundliche Energiequellen zu erleichtern.

Diese Maßnahmen würden nicht nur helfen, die Klimaziele zu erreichen, sondern auch die langfristige wirtschaftliche Stabilität des Landes sichern.

8. Was muss sich politisch ändern?

Um die Energiewende erfolgreich umzusetzen, müssen fossile Subventionen konsequent abgebaut werden. Stattdessen müssen:

  • Bürokratische Hürden für erneuerbare Energien abgebaut werden.
  • Staatliche Investitionen gezielt in klimafreundliche Technologien fließen.
  • Die fossile Industrie nicht mehr mit Milliarden gefördert werden.

Nur durch eine entschlossene politische Wende kann Deutschland seine selbst gesteckten Klimaziele tatsächlich erreichen.

Fazit: Deutschland muss den Wandel konsequent umsetzen

Die Zahlen sind eindeutig: Deutschland subventioniert nach wie vor eine Industrie, die nicht nur die Klimakrise befeuert, sondern auch wirtschaftlich immer unrentabler wird. Es ist an der Zeit, diesen Kurs zu ändern und fossile Subventionen konsequent abzubauen.

Die Frage ist nicht, ob die Energiewende kommt – sondern nur, wie lange wir noch Milliarden in eine Branche stecken, die mit unserer Zukunft nicht vereinbar ist.

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